Tischtennis

Schätzungsweise 250 Millionen Menschen spielen regelmäßig in ihrer Freizeit Tischtennis. Aber auch im organisierten Wettkampfsport ist Tischtennis eine der weltweit führenden Sportarten. Alle zwei Jahre finden Weltmeisterschaften der Welt gehören, im gleichen Abstand werden die Europameisterschaften ausgetragen, und seit Seoul 1988 – also nun schon elf Jahre – ist diese Disziplin auch olympisch.

Gespielt wird Tischtennis seit Ende des 19. Jahrhunderts, als es in England erfunden wurde. Zu dieser Zeit verwendete man noch den Namen „Ping Pong“. Dieser wurde aber 1901 als kommerzielle Marke geschützt und darf seitdem nicht mehr frei verwendet werden. „Ping Pong“, eine Bezeichnung, die bei uns heute beinahe ausschließlich im Hobbyspieler- Bereich anzutreffen ist, wird aber in China weiterverwendet, wo der Sport offiziell „Ping Pong Ball“ heißt und bereits vor vielen Jahren zum Volkssport Nr. 1 avancierte.

Dem Deutschen Tischtennisbund gehören fast 10.000 Vereine mit
rund 670.000 Mitgliedern an.

Gespielt werden Damen- und Herreneinzel, Damen- und Herrendoppel sowie gemischtes Doppel. Nationale Mannschaftskämpfe werden in verschiedenen Spielklassen organisiert, innerhalb derer man auf- oder absteigen kann. 1907 wurde die erste deutsche Meisterschaft gespielt im Kasino am Nollendorff-Platz in Berlin.

Immer wieder versuchte die Politik, Einfluss auf das Sport Geschehen zu nehmen. So durften die deutschen Herren 1934 nicht an der Tischtennis-WM teilnehmen, denn man befürchtete, dass sich die „überlegene nordische Rasse“ gegen „minderwertige Völker“ blamieren könnte.
Tischtennis wird oft als die „schnellste Ballsportart der Welt“ bezeichnet. Für die Ausübung benötigt man neben einem Tischtennistisch samt Netz einen Tischtennisball und pro Spieler einen Schläger. Das Ziel des Spieles besteht darin, möglichst viele Punkte zu erzielen, indem man den Ball auf dem Tisch über das Netz hin- und herspielt, dabei möglichst eigene Fehler vermeidet und durch geschickte Spielweise Fehler des Gegners herbeiführt. Unter „Fehler“ ist hierbei ein nicht regelgerechter Schlag zu verstehen, der zur Beendigung eines Ballwechsels führt.

Gut zu Wissen…

Tischtennis ist für jeden geeignet. Vor allem Koordination und Schnelligkeit werden gut trainiert. Das Verletzungsrisiko ist sehr gering. Auch Herz-Kreislaufpatienten profitieren von dem Training. Mann kann sogar bis zum 80 Lebensjahr aktiv diese Sportart betreiben. Ein Profispieler verliert während eines Turniers bis zu sieben Pfund Gewicht pro Wettkampftag. Während eines Satzes (mit 11 Punkten) verbraucht er etwa die doppelte Energie eines Leichtathleten, der 100 Meter in 10,2 Sekunden läuft.

Wissenswertes, Kurioses, Rekorde

Ein hart geschlagener Schuss kann bis zu 180 km/h schnell werden. Dabei berührt der Ball den Schläger nur 1/1000 Sekunde und verformt sich dabei um bis zu 25 Prozent (gemessen 1970/71 an der TU Braunschweig von Martin Sklorz / Bundeslehrwart des DTTB).

Bei einem optimal angeschnittenen Topspin dreht sich der Ball 50 mal pro Sekunde um die eigene Achse. Dies ergibt, hochgerechnet, 3000 Umdrehungen pro Minute (gemessen 1970/71 an der TU Braunschweig von Martin Sklorz / Bundeslehrwart des DTTB).

Der längste Ballwechsel in der Tischtennisgeschichte dauerte 8 Stunden und 33 Minuten. Diesen schafften am 30. Juli 1978 in Stamford (USA) die Spieler Robert Stiegel und Donald Peters.

 


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http://www.tischtennis-wolfsburg.de/